Beatplantation , Samstag 26.02.2011 . Es kommen Freunde zu Besuch !


Peter Strickmann und Philipp Hawlitschek spielen zwei Tage zuvor bei der Artlounge im
Mülheimer Kunstmuseum alte Post und haben entschieden noch übers Beat Wochenende
in der Region zu bleiben.
Philpp Hawlitschek (selbstgebaute Batterie-/solarbetriebene Miniatur-Elektronik) und
Peter Strickmann (Fundobjekte, Alltagsreste, Blockflöte) spielen eine kleinteilige,
spröde Musik, welche in freier Improvisation und mit Ohrenmerk auf das direkte
akustische Umfeld entsteht. Durch eine zurückgenommene Lautstärke und eine Vielzahl
unterlassener Klänge, existiert die Musik als eine erfreuliche Nebensächlichkeit.
Gelegentliche visuelle Geschenke behaupten sich neben klanglichen Details. Das Flugzeug
spielt den Bass. 
Des weiteren erweitern wir unseren musikalischen Horizont noch einmal. Bohemian Output 
kommt des Nachts zur Verstärkung und gräbt mit uns einige überraschend unverstaubte Relikte
aus dem goldenen Zeitalter des Hedonismus aus der Plattenkiste.

Der fröhliche Genuss von Musik mit Bild & Farben mit Ton

Am 26. Februar erbaut sich der „Palast der Irrlichter“ im Rahmen der Beatplantation
wieder neu und das gleich im mehrfachen Sinne. Auf Hochtouren und mit emsigen Fleiß
basteln wir gerade an unserer neuen Inneneinrichtung und auch der Garten der Visionen
treibt erste zarte Blüten.

Zart startet dann auch unser Programm an diesem Abends:
… du schmückst dich mit einer roten lockenperücke und falschen wimpern, singst
playbackzu einem bette-midler-song auf dem collaris county fair & rodeo und
bietest den leuten an, dir für zehn dollar pro schlag einen in die fresse zu hauen …
damit kann man gutes geld verdienen …
Das Theaterkollektiv Epikur.Hotel beglückt uns auch dieses mal wieder mit der
hohen Kunst der tiefen Schläge in:
Nothing is static, everything is falling apart: 02.smack my bitch up
eine nihilistische Performance mit Texten von Chuck Palahniuk

Jenseits der Verwirrung besteht ein Funke der Hoffnung auf Klarheit, doch wollen wir das
wirklich  ? Lassen wir ein elektroakustisches Tanzorakel uns bei der Beantwortung
dieser Frage helfen.
Klan-G ist selbstbezeichnender NoiseTransformingMultimediaPsychelectro und wird euch
und uns eine neue Bewusstseinswahrnehmung durch Auge, Ohr und Kopf vermitteln. Die
vier Herren aus dem westlichen Ruhrgebiet, Jens San , Schilli San, Mitch Equador &
Vokker, sollten alten Beatplantationgängern keine Unbekannten sein . Neu ist ihre Tänzerin, Photini  Meletiadis  .

Klan_g2

Und auch der Palast der Irrlichter kommt ohne Tanz zur späten Stunde nicht aus.
Revolutionäre Musik aus einem revolutionären Jahrzehnt, Basilius Simon & Jerry Jerome  
lassen die wilden 20er Jahre des letzten Jahrhunderts noch einmal Revue passieren.
Bildbegleitet werden diese Stunden von Pixtole und seinem „Apperatus of magic arms“,
einer experimentellen Laborsituation, in der er Methoden der visuellen Praxis erforscht.

26.02.2010 ab 21Uhr
Beatplantation @ Druckluft Oberhausen / Am Förderturm 27,46049 OB

http://irrlichter.posterous.com
http://www.beatplantation.de
http://www.shinytoys.eu

http://www.klan-g.de
http://www.epikur-hotel.de
http://www.pixtole.com
http://jerryjerome.posterous.com

Pixtole_neu_01

 

Vorschau auf den 23.Oktober - Der Sturm: Caliban

Der Sturm: Caliban

ein polnisches Hörspiel mit Bildern
nach Motiven von William Shakespeare und Tad Williams
Textbearbeitung von Michael Masberg
Polnisch von Miroslaw Sadowski

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Calibans Wanderzirkus ist in der Stadt! Und er ist gekommen, um William Shakespeares letztes Stück, das grausame Märchen Der Sturm, zu erzählen, wie es noch keiner kennt: aus seiner Sicht.
Der junge Caliban wächst auf einer abgelegenen Insel auf, nur mit seiner Mutter, der stummen Hexe Sycorax. Er lebt in einer Welt sicherer, fester Wahrheiten. Eine Welt ohne Sprache. Als seine Mutter an einer Fischgräte erstickt, ist er alleine, aber frei. Bis zwei Menschen auf seiner Insel landen, der verbannte Magier Prospero und seine schöne Tochter Miranda. Er nimmt Caliban in seine Dienste, lehrt in die Sprache und das Menschsein. Caliban hofft, eine Familie gefunden zu haben, und sieht nicht, dass Prospero aus ihm einen Sklaven formt. Die Situation eskaliert, als Caliban sich in Miranda verliebt.
Der Sturm: Caliban ist ein Märchen über das Erwachsenwerden und den Segen und Fluch der Sprache, erzählt als Hörspiel in polnischer Sprache mit Livemusik, Illustrationen und Puppenspiel.

Sprecher Marek Jera, Miriam Sadowski
mit Pascal Nöldner

von Michael Masberg (Regie), Stefanie Dellmann (Bühne), Kresomoir Cvetnic (Musik), Pascal Nöldner (Illustrationen), Marie Harneit (Puppen)

Premiere: 23. Oktober 2010 (bEATPLANTATIOn)

WAZ : Beatplantation : Palast der Irrlichter

Beatplantation : Palast der Irrlichter

Oberhausen, 30.08.2010, Stephanie Weltmann

Ein eher stiller Beitrag ist der von Jürgen Sarkiss und Anna Döing.

Ein eher stiller Beitrag ist der von Jürgen Sarkiss und Anna Döing.

 

Oberhausen. Das Beatplantation-Festival hat Station im Druckluft in Oberhausen gemacht. Die Plattform für Musik und Kunst soll nicht nur Party sein, sondern auch Vernetzungsfläche für Künstler der Region.

Ein Huhn gackert. Laute Gedanken. Motorengeräusche. Stille? „Jemand hat den Schalter gedrückt“, bemerkt Stefan Kirchhoff (23). Für das Beatplantation-Festival, einer Kunst- und Partyreihe, die seit acht Jahren durchs Ruhrgebiet tourt und am Samstag wieder einmal Station im Druckluft gemacht hat, haben Kirchhoff und seine Kollegen ihre Umwelt aufgezeichnet.

Zwölf Näherungsschalter haben sie in dem kleinen Zwischenraum mit ebenso vielen Tonspuren verbunden. Wer mit der Hand über den Schalter fährt, aktiviert eine Spur: „Somit kann jeder sein eigenes Geräuschchaos komponieren“, erklärt Kirchhoff, möchte noch etwas sagen, doch dann dröhnt ein schriller Pfeifton aus den Boxen, trägt den Besucher hinaus zum Hinterhof des Druckluft und mitten hinein ins Beatplantation, „einem Festival, bei dem Kunst allgemein eine Plattform geboten werden soll“, sagt Aaron.St, einer der Veranstalter.

Vernetzungsfläche für Künstler

 

BDie Beatplantation zieht durch das Ruhrgebiet. Foto: Christoph Wojtyczka

Die Beatplantation zieht durch das Ruhrgebiet. Foto: Christoph Wojtyczka  

Der 29-Jährige steht auf dem mit Musik und Menschen angefüllten Platz und klebt mit Isolierband einen gerade noch ausgedruckten Garderoben-Hinweis an die Hauswand. „Wir veranstalten hier nicht nur eine Party. Beatplantation ist auch eine Vernetzungsfläche für die Künstler dieser Region.“ Wie der Name schon sagt: „Hier wird die Saat gesetzt für so manch neues Projekt.“

Neben ihm bauen sich, zwischen Retro-Möbeln und hinter einem aus Schubladen zusammengesetzten Tisch, zwei DJs zu feiner House-Musik auf. Daran vorbei geht es ins „Stagediving“, wo statt der angekündigten Musikgruppe „Smasher Sound Society“ zwei Frauen und ein Mann mit Akustikgitarren auf die Bühne klettern. Aus Australien seien sie, das erfährt man noch, bevor die Band zur Traumreise nach Down Under einlädt. Eine halbe Stunde später ist der Zauber vorbei, die Bässe von draußen ziehen weiter, zum Zirkuszelt: dem Palast der Irrlichter.

Für jeden etwas dabei

Theater wird hier gespielt, zwischen großen weißen Quadraten, auf denen ein junges Mädchen sitzt, die sich mit ihrem unbefleckten Ich unterhält und dann mit einem singt, der sein Ich mit Liedtexten zugeklebt hat. Anne Frank hat zu diesem Stück mit dem Namen „Goldaline“ inspiriert, dem Publikum ist es eine zu stille Unterhaltung: Ein junger Mann in Feierlaune versucht die Improvisation, spricht laut in die Darstellung und scheitert an der bestimmt-höflichen Art des Schauspielers Jürgen Sarkiss. Die Zeltplane hebt sich: Weiter geht’s.

Entlang dem Bauzaun mit künstlerischer Leuchtreklame, vorbei an dem uniformierten DJ mit gelber Sonnenbrille und zu dem kleinen Wäldchen, in dessen Bäumen rot angemalte Schallplatten hängen. Auf einer ausgedienten Couch, gleich neben einem schlafenden jungen Mann, findet sich ein Platz. „Funktronic“ legt auf, weitere Besucher strömen aufs Gelände, jeder auf der Suche nach etwas anderem: Das Meiste werden sie hier finden.

 

http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/Palast-der-Irrlichter-id3621849.html

Posterous theme by Cory Watilo